Warum Ergonomie

Gesetzliche Ergonomie-Vorgaben Schweiz

Haben Sie gewusst, dass Sie einen Anspruch auf einen ergonomischen Arbeitsplatz haben? Das Schweizer Arbeitsgesetz verlangt von Arbeitgebern eine ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze, Arbeitsgeräte und Hilfsmittel, um Personen auch bei langfristiger Ausübung ihrer Tätigkeit vor körperlichen Schäden zu schützen.

Arbeitgeber müssen zahlreiche Vorgaben der Verordnung einhalten. Die Ergonomie zählt zum wichtigsten präventiven Arbeitsschutz. Nur wer auf richtig eingestelltem Büromobiliar sitzt kann kostspielige Absenzen und Langzeitschäden im ganzen Körper vermeiden.

Das SECO hat ein Prüfmittel Gesundheitsrisiken Bewegungsapparat erstellt, um die häufigsten Risiken an Ihrem aktuellen Arbeitsplatz zu identifizieren.

Der richtige Bürostuhl

Je individueller Sie Ihren Bürostuhl an Ihre persönlichen Masse anpassen können, desto gesünder und leistungsbereiter bleiben Sie während langer Sitzphasen.

Wichtig hierbei ist, dass die individuelle Anatomie berücksichtigt wird und der Bürostuhl genügend Verstell- und Anpassungsmöglichkeiten bietet.

Aktive Bewegung in Verbindung mit einer möglichst flexiblen Körperhaltung tun der Wirbelsäule gut. Der Bürostuhl sollte die Bewegungsimpulse des Nutzers aufnehmen und sich harmonisch an jede Körperhaltung anpassen, die man im Laufe eines langen Tages einnimmt. Frei nach dem Motto: Die beste Haltung ist immer die nächste.

Wir empfehlen Stühle mit integriertem, schwingendem und adaptivem Sitzwerk.

Anteile der Krankheitsarten an AU-Tagen

Die Statistiken der Krankenkasse verzeichnen trotz aller Bemühungen um ergonomische Arbeitsplätze einen weiteren Anstieg der Tagen an Arbeitsunfähigkeit wegen Wirbelsäulen- und Skeletterkrankungen.

Rückenschmerzen sind immer noch die unrühmliche Nummer 1 bei den Einzeldiagnosen und zählen laut statistischem Bundesamt zu den teuersten Erkrankungen der Schweiz. Die durchschnittliche statistische Falldauer bei Rückenschmerzen betrug 2017 laut Statistik 12,4 Tage, bei Bandscheibenschäden schon 42 Tage.

Die Investition in einen ergonomischen Arbeitsplatz zahlt sich damit in jeder Hinsicht aus.

Ergonomie ist nicht teuer

Auch wenn auf den ersten Blick ein ergonomischer Bürostuhl oder ein Stehtisch teuer erscheint und eine gewisse finanzielle Investition erfordert, so zahlt sich diese in jedem Fall aus wie die obige Statistik zeigt.

Bindung und Neugewinnung von Fachkräften

Für immer mehr Arbeitnehmer sind Nebenleistungen wichtiger als Grundgehalt. Diese Lohnnebenleistungen oder Fringe-Benefits haben in den vergangenen Jahren weiter an Bedeutung gewonnen. Gerade grosse Unternehmen bieten im Vergleich zu KMU ein deutlich grösseres Spektrum an Zusatzleistung an und holen sich damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Nebst gratis Essen, Kraftraum und Versicherungen gilt ein ergonomischer Arbeitsplatz als besonders attraktiv. Unternehmen beweisen damit, dass ihnen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt und erhöhen dadurch Mitarbeitermotivation und -bindung.

Der Begriff Ergonomie

Alle Hersteller können ihre Büromöbel als ergonomisch bezeichnen. Es gibt keine keine Richtlinien, ab wann ein Stuhl oder Tisch als ergonomisch eingestuft werden kann. Deshalb lassen sich auch 0815 Stühle finden, die das Wort “Ergonomisch” enthält. Das ist nicht nur irreführend, sondern auch gesundheitsschädigend.

Echte Ergonomie am Arbeitsplatz ist leider weiterhin eine Seltenheit. Wie bei einem Auto sind höchsten Qualitätsansprüche und eine ganheitliche Betrachtung erforderlich, um ergonomisch wirklich sinnvolle Bürostühle oder Steh-Sitz-Tische anbieten zu können.