Ergonomie für mehr Gesundheit

Bewegung ist die Basis allen Lebens

Mediziner, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Yogalehrer und Neurologen sind sich in einem Punkt einig: Regelmässige Bewegung stellt das A und O für einen gesunden und leistungsfähigen Organismus dar. Auch die Bürostuhlindustrie weiss, dass dynamische und bewegliche Sitzsysteme einen wertvollen Beitrag für gesundheitsfördernde Arbeitswelten leisten können.

Die Lösungsansätze für mehr Bewegung im Sitzen unterscheiden sich allerdings erheblich.

Körper und Geist in Balance

Spielerische Bewegungen und die damit verbundenen anregenden Sinnesreize, Gefühle und geistigen Herausforderungen prägen entscheidend den weiteren Werdegang bis zu vollen körperlichen und geistigen Reife. Je mehr Sinnesreize, desto mehr neue und stabile Verknüpfungen werden im Gehirn angelegt.

Als Nomaden, Jäger oder Sammler vor rund 20.000 Jahren war uns das Sitzen auf Stühlen gänzlich unbekannt. Erst durch die Französische Revolution wurde es normalen Bürgern erlaubt, auf Stühlen zu sitzen, was vorher nur den Königen und Kirchen vorbehalten war.

Gelenkentzündungen vorbeugen

18 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten täglich sitzend vor einem Bildschirm. Rund 80.000 Stunden kommen so während eines Arbeitsleben zusammen.

In der Schweiz sieht es ähnlich schlimm aus – mit weitreichenden Konsequenzen: Fehlhaltungen, chronische Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle, Arthritis/Arthrose und weitere degenerative Erkrankungen belasten Mensch und Kostenträger.

80% aller Büromenschen haben oder hatten Rückenprobleme.

24 Wirbelkörper tragen uns

Bewegungslosigkeit, wie wir sie im Büro oft erleben, ist „Gift“ für unsere Muskeln. Und je mehr Stützen wir verwenden, umso schwächer werden sie.

Probleme treten immer dann auf, wenn die Wirbelsäule chronisch fehlbelastet wird und akuter Bewegungsmangel die physiologische Ernährung der Bandscheiben verhindert. Die Bandscheiben verlieren dadurch ihre natürliche Elastizität, werden spröde und bei mangelnder Stabilität – verursacht durch zu wenig Bewegung und zu viel Stützen – steigt die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls von Jahr zu Jahr.

Die Grundlage einer gesunden Wirbelsäule ist genügend Bewegung, um die Durchsaftung der Bandscheiben sowie die Stabilität der umliegende Muskeln zu gewährleisten.

Nackenverspannungen lösen

Viele Menschen haben auch oft mit Schulterschmerzen zu kämpfen. In der Regel verbringen wir viel zu viel Zeit vor Bildschirmen, meist im Sitzen und spannen unsere Muskulatur dabei isometrisch (ohne Bewegung) an. Dabei tritt mit der Zeit ein Durchblutungsmangel in der Muskulatur auf und Stoffwechselendprodukte können nicht mehr abtransportiert werden. Der Effekt: Nackenschmerzen, in vielen Fällen auch chronisch.

Für diese Haltung ist der menschliche Körper eigentlich nicht vorgesehen. Wenn der Arbeitsplatz dennoch viel Bildschirmarbeit verlangt, hilft nur regelmässige Bewegung des Nackens sowie zwischendurch immer wieder Entlastung durch eine Nackenstütze.

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Muskulatur lebt von Bewegung

Unser aktuelles Schul- und Bildungssystem setzt nach wie vor auf Sitzen. Leider sind die dabei verwendeten Sitzmöbel in der Regel alles andere als kindgerecht, denn sie bremsen den natürlichen Bewegungsdrang abrupt ab und verhindern so, dass die Bewegungsreize im Kindergehirn ihre volle Wirkung erreichen können. Die Folgen: Langfristig schädliche Körperhaltungen.

Unabhängig davon, welchen Ausbildungsweg junge Menschen bestreiten: die „Schule des Sitzens“ wirkt weiter und behindert nachhaltig unsere Bewegungs- und Denkvielfalt. Verspannungen, Müdigkeit und Rückenschmerzen sind die ersten Anzeichen solcher Dysbalancen und führen in der Regel zu chronischen Problemen, die nur mit hohem therapeutischem Aufwand wieder behoben werden können.

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